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Wechsel des ZahnriemensBearbeiten



Als Erstes baut man die obere Zahnriemen Verkleidung ab.

Hierzu ist bei der Plastikverkleidung entweder nur die beiden Klammern zu öffnen, oder bei der älteren Metallverkleidung die beiden M6er Schrauben des Ventildeckels und die Metallzwischenleger evtl. zu entfernen.

An der Metallverkleidung muß auch noch die Inbusschraube seitlich entfernt werden um die Verkleidung abnehmen zu können.
Das ist ein 6er Inbus.

Einstellung:

Oberes Zahnriemenrad (Nockenwelle) so stellen, daß der Körnerpunkt hinten oder vorn (je nach Bj.) mit der Kante des Zylinderkopf vorn fluchtet.

Zahnriemen 01

Achtung!
Bei neueren Baujahren kann die Markierung auch direkt mittig mit der hinteren Plastikabdeckung oben sein. Da ist dann mittig ein kleiner Pfeil und es steht OT mit dran. Dann das Nockenwellenrad natürlich dementsprechend dort übereinstellen.

Zahnriemenscheibeobenot 02

Die Zwischenwelle des Verteilers (das größere Zahnriemenrad in der Mitte des Motors) muß exakt! so stehen, daß der Verteiler mit dem Verteilerfinger auf der Kerbenmarkierung mittig des Verteilers sitzt.

Zahnriemen 1000507e 03

Die Zwischenwelle kann man sich zweck besser Überprüfung beim Auflegen des Zahnriemens auch nochmal markieren. So ist sichergestellt, daß nacher wieder alles exakt passt.

Zwischenwelle 04

Dann überprüfen, ob die Markierung an der Kurbelwelle (Kerbe auf dem Keilriemenrad/Pfeil auf der Zahnriemenverkleidung) übereinandersteht. Hierzu habe ich dummerweise kein Foto auf die Schnelle im Netz gefunden. Aber die Markierungen sind gut ersichtlich, daher denke ich geht es auch ohne.

Nun kann man die Riemenscheibe an der Kurbelwelle entfernen indem man die vier Inbusschrauben (Größe 6) entfernt. Evtl. muß man vorsichtig mit dem Plastikhammer oder Holzklotz etwas auf die Riemenscheibe einklopfen, da diese gern festmockert und dann trotz entfernter Schrauben noch festsitzt.

Achtung!
Es ist darauf zu achten, daß sich die Markierungen dadurch nicht wieder verstellen, notfalls mit Edding o.Ä. nochmals eigene besser sichtbare Markierungen setzen und immer mal zwischendurch überprüfen.

Nun kann man die restliche Zahnriemenverkleidung vollständig entfernen.
Hierzu braucht man kleine Ratsche mit 10er Nuß und einen Inbusschlüssel der Größe 5.

Achtung!
Hierbei je nach Modell darauf achten, daß die kleine vordere Gewindestange nicht rausrutscht. Ohne Servo ist das kein Problem da man wieder gut rankommt, aber bei Modellen mit Servo ist hier der Servohalter drüber und es kann fummelig werden, bis man das kleine Ding wieder da hat wo es hingehört. Hier hilft oft ein kleiner Magnet.

Nun macht man das Getriebeguckloch auf (Plastikeinsatz komplett rausmachen für bessere Sicht) um zu sehen ob die Kerbe auf der Schwungscheibe mit der Spitze wenn man etwas von schräg ins Getriebe reinguckt, übereinstimmt. (Macht man am Besten fahrerseitig stehend durch das ganze Kabel und Schlauchgewirr, dann sieht man wo die Markierungsspitze ist. )

Otgolf1 05

Oft ist es so, daß der Plastikeinsatz so fest drinsitzt und nicht rausgehen will. Hier hilft entweder das entsprechende Spezialwerkzeug oder der Hammer und ein großer Schraubenzieher mit dem man das Ding regelrecht aufmeißeln kann (neue sind nicht teuer).

Wenn nun alle Markierungen stimmen, Riemen & Spannrolle raus, neue Teile rein.
Auf die richtige Zahnriemenspannung achten (Zahnriemen sollte sich gerade noch so leicht mit Daumen und Zeigefinger um ca. 70-90° verdrehen lassen und nirgends anschlagen können an der Verkleidung.

Die Spannrolle wieder in die richtige Richtung spannen, da diese sonst an der Plastikverkleidung schleift und es zu Beschädigungen kommen kann. Die richtige Richtung ist hierbei im Uhrzeigersinn, daß heißt die Rolle hebt sich hinten und drückt nach vorn.

Zum Spannen selbst gibt es auch hier ein Spezialwerkzeug. Dieses kann man sich aber auch leicht selbst bauen oder wenn man nix anderes zur Hand hat auch mit einer gebogenen Spitzzange oder auch mit 2 kleinen Bohrern und einem Schraubenzieher provisorisch selbst bauen. Hierzu werden die beiden Bohrer in die Löcher eingelegt und mit dem Schraubenzieher die Rolle so gehebelt daß der Riemen auf die nötige Spannung kommt. Sollte kein Problem darstellen.

Wenn alls drin ist und die Spannung stimmt, Motor ein paar mal durchdrehen und die Markierungen nochmals überprüfen. Dann den Rest wieder zusammenbauen, evtl. nochmal Zündungsfeineinstellung machen und die Fahrt mit dem frisch gewechselten Zahnriemen genießen.

Hierzu möchte ich fairerweise noch erwähnen, daß das Bildmaterial aus dem Netz zusammengesucht ist und ich nicht vorhabe irgendwelche Urheberrechte zu verletzen. Es sollte lediglich zur Verdeutlichung und zur Erleichterung des Verständnisses dienen, damit auch Laien Ihren Zahnriemenwechsel am Scirocco selbst machen können.




Quelle:

Text und Fotos übernommen aus der Scirocco-Lounge, All Eyez On Me

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