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Scirocco 1

Der SciroccoBearbeiten

Warum muß es gerade ein Scirocco sein? Diese Frage ist natürlich schwer zu beantworten. Und wenn, wird die Antwort mit Sicherheit nicht objektiv sein. Aber zumindest kann ich versuchen, die Geschichte dieses Automobils etwas zu durchleuchten und wer will, kann sich dann ja selbst ein paar Antworten zu oben gestellter Frage zusammenmixen.



Die Geschichte des SciroccosBearbeiten

Ende der 60er Jahre hielt VW (oder besser: Heinrich Nordhoff) immer noch an dem Antriebskonzept von Ferdinand Porsche fest: ein luftgekühlter Motor im Heck sorgt für die nötige Antriebskraft. Dadurch war VW in eine große Krise geraten, denn die großen Konkurrenten Opel und Ford boten mittlerweile mit den Frontmotoren eine fortschrittlichere Techniken an. 1967 verstarb Nordhoff, die Nachfolge trat Dr. Kurt Lotz an. Unter seiner Regie kaufte der angeschlagene VW-Konzern 1969 die ebenfalls kriselnden Audi-NSU-Werke in Neckarsulm auf. Die Weichen für neue Konzepte waren somit schon einmal gestellt. Lotz nahm Kontakte zum italienischen Designer Giorgio Giugiaro auf, der schon bekannte Autos wie den BMW 3200 CS, den Iso Grifo oder den Maserati Ghibli entworfen hat. Von VW bekam er zunächst den Auftrag, das neue Mittelklassemodell »Passat« in eine ansprechende Hülle zu packen. VW war von Giugiaros abgelieferter Arbeit sehr angetan und ließ ihn den geplanten Nachfolger des Käfers, heute hinreichend als »Golf« bekannt, designen. 1970 sackten die Gewinne bei VW jedoch ein und Lotz durfte als Wegbereiter einer neuen Epoche seinen Hut nehmen.



Scirocco I

Während er mit der Entwicklung des VW Golf beauftragt war, kam dem Designer Giorgio Giugiaro die Idee, auf dessen Basis auch ein Sportcoupé entstehen zu lassen. Er trat mit der Firma Karmann in Kontakt und präsentierte dem Vorstand von Volkswagen erste Entwürfe des Coupés als Nachfolgemodell des Karmann-Ghia. Aus wirtschaftlichen Gründen verweigerte der Vorstand eine finanzielle Beteiligung, sodass Karmann die gesamte Investition zum Bau des Fahrzeuges alleine tätigte. Giugiaro entwarf die Karosserie. Ähnlichkeiten zu dem zur gleichen Zeit ebenfalls von Giugiaro entworfenen Alfa Romeo Alfasud Sprint sind deshalb kein Zufall.

Die Technik des Sciroccos wurde den Audi-Regalen entnommen, so daß dieses Coupé eine Gemeinschaftsproduktion wurde: das Erscheinungsbild stammt von Giugiaro aus Italien, die Technik steuerte Audi in großen Teilen bei und die Fertigung des Scirocco 1 ( und später auch des Scirocco 2 ) übernahm Karmann in Osnabrück.

Bis Ende 1973 wollte VW seinen neuen Modellen Namen bekannter Winde geben. Begonnen hatte alles mit dem Passat, der neue Sportwagen sollte »Scirocco« heißen und die Limousine auf dem gleichen Fahrgestell »Blizzard«. Da diese Bezeichnung jedoch bereits von Reifen- und Skifabrikanten geschützt war, sollte daraus zunächst eine »Scirocco Limousine« werden. Dieser Plan wurde jedoch ebenfalls verworfen, am Ende gab es den »Golf«, der im übrigen erst nach dem Scirocco im Juni 1974 vorgestellt wurde.

Im März 1973 wurde das neue Coupé mit der Typenbezeichnung 53 auf dem Genfer Automobilsalon als Nachfolger des Karmann-Ghia vorgestellt. Ein Teil der Beachtung, die dieses Auto auf dem Salon erhielt, ist sicherlich auf diese Tatsache zurückzuführen. Allerdings war die Keilform der Karosserie, die 1967 mit dem NSU Ro 80 erstmals im Straßenverkehr Einzug erhielt, etwas ganz neues in der Großserienfertigung von Sportwagen.

Der Scirocco kam dann im Frühjahr 1974 mit drei Motoren, drei Ausstattungsvarianten und zehn Außenfarben auf den Markt. Ausgeliefert wurden Motoren mit 1100 cm³ (37 kW/50 PS) und 1500 cm³ (51 oder 63 kW/70 oder 85 PS) Hubraum.

Die Motoren, Reihenvierzylinder mit obenliegender Nockenwelle und Tassenstößeln (bis 1300 cm³ Schlepphebel), waren ihrer Zeit voraus. Die Nockenwelle wurde mit einem Zahnriemen angetrieben. Im Juni 1976 wurde das Motorenangebot um ein auf 1600 cm³ vergrößertes Aggregat mit einer mechanischen K-Jetronic-Benzineinspritzung von Bosch erweitert. Wegen der höheren Leistung von 81 kW (110 PS) mussten Wasserkühler, Federung und Stoßdämpfer modifiziert werden und es waren zusätzliche Stabilisatoren, ein Ölkühler, innenbelüftete vordere Scheibenbremsen, breitere Felgen und Reifen mit höherem Geschwindigkeitsindex erforderlich. Dieser K-Jetronic-Einspritzmotor wurde (ohne separaten Ölkühler) zuerst 1975 im Audi 80 GTE verwendet. Es folgte 1976 der Scirocco GTI, während der VW Golf GTI mit dem gleichen Motor erst ab dem Frühjahr 1977 in ausreichender Stückzahl ausgeliefert werden konnte.

Die ursprünglichen Ausstattungsvarianten waren N (Grundmodell), L, S und TS. Ab August 1976 wurde der TS in GT umbenannt.Die Ausstattung war jedoch die gleiche. Die L- und LS-Modelle hoben sich äußerlich durch verchromte Stoßfänger mit Gummileisten und zusätzliche Zierleisten unter den Türen von der Grundausstattung ab. Im Innenraum fielen die Unterschiede schon deutlicher aus: zusätzliche Zierleisten und Verkleidungen, beheizbare Heckscheibe, vordere Ruhesitze, Zigarrenanzünder und Aschenbecher im Armaturenbrett, Tageskilometerzähler, Scheibenwischer-Intervallschaltung sowie eine Gepäckraumleuchte differenzierte die gehobene Ausstattung gegenüber der Grundversion. Das TS-Modell erhielt zusätzlich noch Halogen-Doppelscheinwerfer, Seitenzierleisten mit Gummiprofil, Doppeltonnnhorn, integrierte Kopfstützen vorn, Ledersportlenkrad und eine Mittelkonsole mit Uhr, Voltmeter und einer zusätzlichen Ablage. Außerdem wurde die Zeituhr im Armaturenbrett bei diesem Modell duch einen Drehzahlmesser ersetzt.

Im Herbst 1980 folgten die Sondermodelle CL und SL.

Bis August 1975 waren alle Scirocco mit zwei vorderen Wischern ausgestattet; danach hatten die Wagen nur noch den großen Einarmwischer.

Ab Mitte 1977 wurden für das Modelljahr 1978 sowohl das Fahrwerk als auch das Erscheinungsbild überarbeitet. Die nun aus schwarzem Kunststoff bestehenden Stoßfänger waren um die Ecken herumgezogen, die vergrößerten vorderen Blinker waren von der Seite besser zu erkennen, die B-Säulen waren schwarz eingefärbt und der Kühlergrill erhielt einen Zierrahmen. Die Aufhängungen der Federbeine wurden verstärkt sowie Lenkung und Motorlagerung optimiert. Die Motorpalette umfasste nun den 37-kW-, den 51-kW- und den 81-kW-Motor. Nachfolgend wurde eine regelmäßige Modellpflege betrieben, sowohl bei der Innenausstattung als auch der technischen Ebene (Motoren mit 1,3/1,6 Litern Hubraum, Fünfganggetriebe bzw. 4+E, Elektronische Zündanlagen).

Im Juni 1975 erschien ein neuer Motor mit 1588 ccm Hubraum und 75 PS. Im selben Jahr wurden die zwei vorderen Scheibenwischer durch einen einzelnen ersetzt. Ab Juni 1976 gab es den 1.6-Liter-Motor in der 110 PS-Ausführung mit Einspritzanlage, die 1975 im Audi 80 GT/E vorgestellt wurde, auch im Scirocco bei den Händlern zu kaufen. Der Golf GTI wurde erst im Herbst 1976 auf der IAA vorgestellt und war erst im Frühjahr des folgenden Jahres bei den Händlern verfügbar. 1978 erhielten alle Scirocco u.a. mit Kunststoff verkleidete Stoßfänger und um die Fahrzeugecken herumgezogene Blinkleuchten vorn. Die Spiegel waren nun ab der L-Version von innen verstellbar. Außerdem konnte gegen Aufpreis eine Klimaanlage und ein herausnehmbares Aufstelldach (kein Sonnen- oder Schiebedach!) geordert werden. 1979 wurde die kontaktlose Zündung mitsamt der noch recht anfälligen digitalen Leerlaufststeuerung (DLS) eingeführt. 1980, im letzten Modelljahr des Scirocco I, gab es dann nur noch ein neues 4+E Handschaltgetriebe, das bei den Modellen mit Einspritzmotor gegen Aufpreis an Stelle der enger abgestuften Fünfgang-Box eingebaut wurde.

In den ersten Tests konnte sich der Scirocco gegenüber den älteren Konkurrenten Ford Capri und Opel Manta sehr gut behaupten. Gerade die durch den konsequenten Leichtbau (das Leergewicht lag bei etwa 800 kg) und die moderne Technik erreichte Sportlichkeit bei relativ geringem Verbrauch wurde damals besonders hervorgehoben. Die Motoren wurden 1972 erstmals im Audi 80 verbaut, ein Jahr später trieben sie den VW Passat an und wurden prinzipiell auch in den jeweiligen Nachfolgemodellen bis hin zum Golf II und Scirocco II eingesetzt.

Der Scirocco verkaufte sich gut. Von Februar 1974 bis Februar 1981 liefen bei Karmann in Osnabrück insgesamt 504.153 Scirocco der ersten Serie vom Band[1].



Scirocco II

Bereits 1976 begann man bei VW, einen Nachfolger für den Scirocco I zu entwickeln. Auch Giugiaro lieferte einen Entwurf, der an eine Mischung aus Scirocco I und Passat erinnert. VW entschied sich jedoch am Ende für einen eigenen Entwurf, um den Scirocco II stärker von seinem Vorgänger abzuheben.

Im März 1981 debütierte der Scirocco II ( Typ 53B ) auf dem Genfer Automobilsalon (»natürlich« wieder einmal vor dem Golf, der im August 1983 erschien). Durch das rundere Design konnte der cw-Wert von 0,42 auf 0,38 gesenkt werden. Ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, daß das Auto bereits 1977 entwickelt wurde. Durch den serienmäßigen Heckspoiler konnte der für eine Stabilisierung des Fahrverhaltens bei hohen Geschwindigkeiten wichtige Abtrieb im Heckbereich um etwa 60 Prozent verbessert werden. Der Scirocco II war auch eines der ersten Autos, bei dem bewußt auf die konventionellen Regenrinnen verzichtet wurde. Als erster Volkswagen überhaupt erhielt der »Zweier« eine Verbundglasscheibe, die Volvo bereits seit 1947 in seine Modelle einbaute ...

Die Technik änderte sich durch den Modellwechsel allerdings zunächst nicht. Der Scirocco II bekam das komplette Fahrwerk des Vorgängers, auch der Radstand blieb gleich. Die Außenlänge stieg dabei aber um 165 mm, die sich u.a. in einem um 47 Liter gestiegenen Kofferraumvolumen bemerkbar machten. Auch bei der Motorenpalette blieb zunächst alles beim alten: 1,3 Liter/60 PS, 1,5 Liter/70 PS und 1,6 Liter mit 85 PS (Vergaser) und 110 PS (Einspritzer). Die Ausstattungsvarianten begannen nun bei der L-Version.

Neben der geänderten Optik änderten sich nur die Preise: durchschnittlich 10 Prozent mehr wollte der VW-Händler für das neue Modell haben. Die Kunden schien das nicht zu interessieren, denn das Auto verkaufte sich vom Start weg gut.

Im August 1982 gab es dann endlich einen neuen Motor: mit 1,8 Litern Hubraum leistete der Einspritzmotor nun 112 PS. Allerdings war das Aggregat langhubig ausgelegt, so daß sich die Hubraumerweiterung hauptsächlich in einem besseren Durchzugsvermögen in den unteren Drehzahlbereichen bemerkbar machte. Die restlichen Motoren wurden technisch überarbeitet. Im September des gleichen Jahres wurde auch das Sondermodell GTS angeboten.

1983 stellte VW den ersten Prototypen eines eigenen 4-Ventil-Motors auf der IAA vor. Bis zu diesem Zeitpunkt waren derartige Motoren nur von Oettinger bekannt. Die Grundkonstruktion der Oettinger-Motoren wurde von VW übernommen und in technischen Details abgeändert. Allerdings verkaufte Oettinger seinen 16V-Motor mittlerweile mit 2 Litern Hubraum und 171 PS, VW begnügte sich mit 1,8 Liter Hubraum. Im August 1985 wurde der Scirocco II mit dem neuen Motor und 139 PS (bzw. 129 PS mit Katalysator) ab 27 190,- DM von den Händlern angeboten. Mit dem stärkeren Motor erhielt das Fahrzeug Scheibenbremsen an der Hinterachse, verstärkte Antriebsgelenkwellen und ein neu abgestimmtes Fahrwerk. VW drang mit den 16V-Modellen erstmals in die Klasse der über 200 km/h schnellen Fahrzeuge vor.

Bis 1989 gab es dann hauptsächlich Änderungen in der Ausstattung und neue Motoren mit Abgasentgiftung. Mit dem Erscheinen des VW Corrado im Jahre 1989 wurde die Scirocco-Palette auf nur ein 95 PS-Modell mit Katalysator reduziert. Da der Corrado in Deutschland nur mit 160 PS-G60-Motor geliefert wurde, entstand im Leistungsangebot eine große Lücke. VW entschloß sich deshalb, den Scirocco 16V mit 129 PS wieder in das Programm aufzunehmen, der gegen den Opel Calibra antreten mußte. Der Verkauf der Scirocco-Modelle stieg wieder etwas an, die Tage des Scirocco waren aber trotzdem bereits gezählt. Grund war unter anderem die bereits am untersten Limit laufende Tagesproduktion von 40 Fahrzeugen am Tag. Am 10. September 1992, kurz vor dem 20 Jubiläum der Scirocco-Modellreihe, rollte der letzte Scirocco bei Karmann vom Band.

Modellpflege des Scirocco II (1981-1992)

April 1981: Der Scirocco II kommt auf den Markt. Es gibt ihn zunächst in sieben Ausstattungsvarianten (L, GL, LS, GLS, GT, GTI und GLI) und fünf Motorvarianten. Folgende Motoren waren verfügbar: 1,3 l mit 60PS (GF); 1,5 l mit 70PS (JB); 1,6 l mit 85PS (FR) und 1,6 l mit 110PS (EG). Die Version L war die Basisversion und der GF war der Basismotor. Der GL hatte schon etwas mehr Ausstattung mit Chromeinlagen an den Zierstreifen und er hatte schon die Breitbandhalogenscheinwerfer. Der GT war mehr auf Sport getrimmt, ohne viel Ausstattung und er hatte bis 82 die kleinen eckigen Doppelscheinwerfer. GTI und GLI waren die Einspritzer, mit dem 1,6L GTI Motor EG mit 110PS. Der GLI war die Luxusvariante mit mehr Ausstattunng.

1982: Der 1,3 l Motor (GF) wird aufgrund von geringer Nachfrage aus dem Programm genommen. Der 1,6 l GTI (EG) wird durch den 1,8 l GTI mit 112PS (DX) abgelöst. Der GTI bekommt nun ein richtiges Fünfgang-Schaltgetriebe, vorher war nur das 4+E verfügbar. Die Ausstattungsvariante L entfällt und der CL wird jetzt das Basismodell.

Modell 1983: GL und GT verfügen nun über die breiten Halogenscheinwerfer, die kleinen eckigen Doppelscheinwerfer werden ersetzt. Als erstes Sondermodell kommt der GTS auf den Markt. Es gibt ihn mit 85PS, 90PS und 112PS. Optisch ist er an den einzelnen Halogenscheinwerfern, und einem großen schwarzen Dekorstreifen über beide Seiten des Autos zu erkennen. Zusätzlich verfügt der GTS serienmäßig über schwarz grau gestreifte Sportsitze und Sitzbank, einen Golfballsschaltknauf und ein Öltemperaturrundinstrument von VDO. Die 112PS GTS Version hat zusätlich serienmäßig Alufelgen.

Mai 1983: Das Sondermodell GTX erscheint. Der GTX ist der erste Scirocco mit Verspoilerung. Er verfügt 83/84 über die von Kamei produzierte "X1" Verspoilerung, welche in Wagenfarbe bei VW lackiert wurde. Der GTX ist die höchste Ausstattungsvariante, er wird serienmäßig mit den VW Alufelgen "Avus" ausgeliefert. Der 1,5 l 70PS Motor (JB) wird durch 1,6 l mit 75 PS (EW) ersetzt. Der Zweiarmwischer löst den Einarmwischer ab.

Modell 1984: Der 1,6 l Vergaser mit 75PS(EW) und der 1,8 l Vergaser mit 90PS (EX) ersetzen den 70PS Motor (JB) und den 85PS Motor (FR). Zum ersten Mal ist der 1,8L 95PS Motor (JH) mit Einspritzung und Katalysator zu haben. Der Tankinhalt erhöht sich von 42 auf 55 Liter und man kann auch eine Servolenkung ordern. Die Modellvarianten werden noch einmal überarbeitet und es gibt jetzt nur noch drei Ausstattungsvarianten: GT, GTL und GTX !

Modell 1985: Ein neues Sondermodell debütiert: Der Scirocco White Cat. Ein Sondermodell das es nur in weiß, mit weißer Rundumverspoilerung und weißen Stoßstangen gibt. Er verfügt ebenfalls über eine weiße Innenausstattung und weiße Rückleuchten, weiße "Avus" Aluräder sind ebenfalls zu haben. Zunächst wird der White Cat mit Dachantenne ausgeliefert, die nachher dem 16V vorbehalten ist.

Mai 1985: Der 16V Motor erblickt das Licht der Welt: 1,8 l und 139 PS (KR) lassen ihn die magische 200km/h Grenze durchbrechen. Später ist auch der 16V Motor mit 1,8L und 129PS (PL) und Kat zu haben. Es gibt ihn in der GT und GTX Ausstattung. Ebenfalls neu im Programm ist der 1,6 l mit 72PS (RE) und Kat nach US-Norm.

Modell 1986: Zwei neue Sondermodell werden vorgestellt, der "Tropic" und der "Scala". Beide Modelle haben den Rundumspoilersatz und die Stoßstangen in Wagenfarbe. Beim Tropic sind sogar die "Avus" Aluräder in Wagenfarbe. Den Tropic gibt es in zwei tropischen Farben: Madissontürkis Metallic und Kiwibraun Metallic. Scala und Tropic haben neue Innenausstattungen in speziellem Design. Beim Scala ist die Innenausstattung immer der Wagenfarbe angepasst. Der Scala bleibt bis Ende 1991 im Programm.

August 1987: Die Innenraumausstattung wird überarbeitet. Serienmäßig sind nun die Stoffqualitäten Multicolor-Kleinkaro im GT und Sport-Karo im GTX.

Modell 1988: Der Rundumspoilersatz des GTX ist jetzt auch ohne Aufpreis in Wagenfarbe erhältlich. Die zweite Generation VW Autoradios ist nun zu haben: Alpha, Beta, Gamma und Delta. Der GTL wird aus dem Pogramm genommen, der Kunde kann nun zwischen GT und GTX und dem Sondermodell Scala wählen.

Modell 1989: Alle Motoren ohne Kat entfallen (75PS Vergaser, 90PS Vergaser, 112PS GTi und 139PS 16V). Es gibt nun nur noch drei Motorvarianten: 1,6l Vergaser 72PS U-Kat (RE), 1,8l Einspritzer 95PS G-Kat (JH) und 1,8l 16V 129PS G-Kat (PL).

Modell 1990: Der GT II wird eingeführt. Er sollte die letzte Scirocco Version sein, mit Rundumspoilersatz, Aussenspiegeln und Stoßstangen in Wagenfarbe. Stahlschiebedach, Servolenkung, Lederlenkrad und Sportsitze waren Serienmäßig. Es gibt ihn zunächst von September '89 bis Januar '90 noch mit 72PS (RE), danach nur noch mit 95PS (JH). Der 16V Motor (PL) entfällt. GT und GTX enfallen ebenfalls, es gibt nur noch den GT II und den Scala.

März 1991: Der 129PS 16V Motor (PL) wird wieder eingeführt um einen Alternative zwischen 95PS Scirocco und 160PS Corrado zu schaffen.

Modell 1992: Der GT II bekommt zum Schluss noch Seitenblinker und 3-Punkte Gurte hinten serienmäßig. Am 10.September 1992 läuft für über 15 Jahre der letzte Scirocco vom Band. Insgesamt wurden in Osnabrück 291.497 Scirocco II gefertigt.



Scirocco III

Im August 2006 stellt VW auf dem Pariser Autosalon seine Studie IROC vor, die in groben Zügen schon den neuen ScIROCco erkennen lässt. Die Studie wurde nicht bei Karmann, sondern von einem Designerteam unter Leitung von Murat Günak bei VW selbst erstellt. Kurz danach erfolgt die Ankündigung, dass die modifizierte Studie 2008 unter der bekannten Bezeichning Scirocco auf den Markt kommen soll.

Der Scirocco III geht am 29.August 2008 in einer von Walter Maria de’Silva überarbeiteten Form als Typ 13 an den Start. Unterschiede zu der IROC-Studie sind die überarbeitete Frontpartie und das zum Teil vom EOS übernommene Interieur. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wird der neue Scirocco nicht mehr bei Karmann, sondern im VW-Tochterwerk Quinta do Anjon in Portugal gebaut.

Technisch basiert der Scirocco III auf der mit dem VW Golf V eingeführten VW-Plattform PQ35 mit Quermotor. Besonderheiten sind unter anderem die Sportsitze hinten (umlegbar) mit Einzelsitzcharakter und Integralkopfstützen, die verdeckte B-Säule sowie das Adaptive Chassis Control genannte und gegen Aufpreis lieferbare adaptive Fahrwerk mit dreifach verstellbaren Stoßdämpfern, das sich der jeweiligen Fahrsituation anpassen lässt. Serienmäßig sind 17"-Leichtmetallräder, Lederlenkrad und -Bremshebel, höhenverstellbare Sportsitze, elektrische Fensterheber, ESP, Klimaanlage, Bremsassistent, sechs Airbags und geschwindigkeitsabhängige Servolenkung.

Ausgeliefert wird der Scirocco III zunächst mit den Motorvarianten 1,4-Liter-TSI mit 118 kW / 160 PS (CAVD) und 2,0-Liter-TSI mit 147 kW ( 200 PS (CAWB). Im Herbst 2008 folgten der 1,4-Liter-TSI mit 90 kW / 122 PS (CAXA) und erstmals ein 2-Liter-TDI-Dieselmotor mit 103 kW / 140 PS (CBDB). Als neue Motorvariante wurde im Mai 2009 noch ein alternativer 2-Liter-TDI-Dieselmotor mit 125kW / 170 PS (CBBB) eingeführt.

Dezember 2009: Einführung des Sportmodells R 2.0 TSI mit 195 kW / 265 PS (CDLA)

2010: Es gibt den 2,0-l-TSI-Motor wie bereits im Golf IV mit 155 kW (211 PS)

Für 2013 ist ein Facelift des Scirocco III angekündigt.

Beim 24-Sunden-Rennen auf dem Nürburgring 2008 setzte VW drei 239 kW (325 PS) und 320 Nm starke Scirocco GT24, die Rennversion des neuen Scirocco, ein. Im Feld der über 200 Fahrzeugen wurden Rang 11 und 15 im Gesamtklassement erzielt, jeweils mit Hans-Joachim Stuck neben anderen am Steuer[7]. 2009 erzielte der bestplatzierte VW Scirocco GT24 Rang 15, gefolgt von den Teamkollegen im erstmals gestarteten VW Scirocco GT24-CNG (Erdgasantrieb) auf Rang 17, welcher gleichzeitig den Sieg in der Klasse „Alternative Kraftstoffe“ einfuhr.



Corrado

Im Mai 1981 begann VW unter dem Entwicklungsauftrag (EA) 494 mit den Arbeiten an einem Nachfolgemodell für den gerade eingeführten VW Scirocco II. Technische Basis für den als Nachfolger des Scirocco geplanten Wagen sollte wieder der Golf sein, diesmal die zweite Generation. Als er dann zur Marktreife entwickelt war, basierte er auf Golf II, III, und Passat B3 - Technologie.

Der Scirocco III (später Corrado genannt) sollte als technologischer Imageträger 1986 beziehungsweise im Modelljahr 1987 zu einem günstigeren Preis als der aktuelle Scirocco II in Serie gehen. Allerdings geriet der Wagen zu teuer für die direkte Nachfolge. Außerdem war die Motorenauswahl nicht mit der der Scirocco-Palette zu vergleichen. Diese Quadratur des Kreises wurde im Dezember 1984 durch die Formel: „Scirocco 3 plus Scirocco 2 Weiterlauf“ aufgelöst. Der Scirocco III bzw. Corrado sollte als Technologieträger und als hochwertiges Sportcoupé am Markt positioniert werden.

Geplant war ferner, neben dem neuen Modell den Scirocco II mindestens bis 1988 weiter zu produzieren und auf Basis der Polo-Plattform einen Nachfolger für das preisgünstige Sportcoupé zu finden. Da sich jedoch kein günstiges Coupé unterhalb des Corrado zur Marktreife entwickeln ließ, blieb der Scirocco vier Jahre länger als vorgesehen im Angebot. Mit der Höherpositionierung des Corrado zum Sportwagen und nach den bis September 1991 rückläufigen Absatzzahlen des Scirocco II wurde dessen Produktion im September 1992 eingestellt.

Ab März 1986 wurde der EA 494 in der Tradition der Namen von Winden bei VW (Passat, Scirocco usw.) unter dem Projektnamen „Taifun“ geführt. Da jedoch ein Taifun vor allem mit Zerstörung in Zusammenhang gebracht wird, entschied man sich zugunsten von „Corrado“ um. Die Bezeichnung Corrado stammt vom spanischen Wort correr (deutsch „laufen“).

Bei der Präsentation des Corrado im Herbst 1988 waren die Besonderheiten der Heckspoiler, der beim europäischen Modell ab 120 km/h (75 km/h beim US-Modell) automatisch aktiviert aus- und ab 20 km/h wieder einfährt (in ähnlicher Form wenige Monate später auch am Porsche 911 (Typ 964) zu finden), der den Auftrieb an der Hinterachse um bis zu 64 % reduzieren soll, sowie der G-Lader, über den die damals einzige Version Corrado G60 verfügte, und die für damalige Verhältnisse umfangreiche Serienausstattung: ABS, Servolenkung, höhenverstellbare Sportsitze, Nebelscheinwerfer, grüne Color-Wärmeschutzverglasung und (in Wagenfarbe lackierte) elektrisch einstellbare und beheizte Außenspiegel.

Der Corrado wurde wie zuvor schon Scirocco 1 und II in Osnabrück bei Kamann gefertigt. Von Produktionsbeginn im Oktober 1988 bis zum Produktionsende im Juli 1995 wurden insgesamt 97.521 Fahrzeuge gefertigt.



Quellen:


Scirocco-Wiki im RoWi-Sciroccoforum Scirocco-Lounge Wikipedia


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